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Checkliste: Mein Kinderwagen, meine Trage, mein Dreirad… Was brauchen wir denn nun?!

Mein Haus, mein Auto, meine Yacht. Wer denkt, es geht nur bei männlichen Mittdreißigern um solche Protzereien, der irrt. Ein Spielplatz kann durchaus zum Schaulaufen von Eltern mit (un-)brauchbaren Utensilien rund ums Kind werden.

Ich habe mir mit unserem bald zwei Jahre alten Kind die Frage gestellt: Was hätten wir rückblickend wirklich gebraucht?

Eines vorweg: Der Beitrag wird von keinem einzigen erwähnten Unternehmen gesponsert. Es sind alles reine Wahrnehmungsbeschreibungen, die wir mit den ganzen (Fehl-)Käufen gemacht haben.

Kinderwagen

Wir haben in der Anfangszeit auf den Kinderwagen komplett verzichtet und sind Teilnehmer des Carsharing, da wir hauptsächlich umweltbewusst die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Deshalb haben wir das Trioset (Wanne, Gestell, Babysafe und Buggyaufsatz) von Hauck ausgewählt, da wir dachten mit 200 Euro können Eltern, die den Kinderwagen und den Babysafe selten nutzen werden, nichts falsch machen. Im Grunde hätten wir uns den Kauf sparen können. Verwendet haben wir fast ausschließlich nur den Babysafe zum seltenen Autofahren und zum fünfmaligen Spazieren die  Babywanne (auf eben geteerten Wegen). Fazit: Wir hätten auch die 200 Euro für einen noch komfortableren Babysafe investieren können. (Wobei der Babysafe völlig ausreichend war und bei Stiftung Warentest für gut befunden wurde).

Die meisten Eltern, die ich kenne, entscheiden sich während der Schwangerschaft für ein Komplettset bestehend aus Basis, Wanne und Sportaufsatz. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die wenigsten dann später tatsächlich den Sportaufsatz nutzen- er ist in den meisten Fällen zu sperrig, weshalb ein leichterer und kompakterer Buggy verwendet wird.

Deshalb mein Tipp: wenn es möglich ist, kauft zunächst die Wanne und das Gestell und wartet ab, ob ihr den Sportsitz überhaupt noch verwenden möchtet. Wenn es so ist, dann ist er in den meisten Fällen separat erhältlich. Wenn nicht, dann könnt ihr das Geld in einen Buggy investieren.

Buggy

Zur Auswahl haben wir gehabt: Quinny Zapp Xtra2 und Bugaboo Bee. Der Quinny steht mittlerweile bei meinen Eltern. Insgesamt ist er ein ordentlicher Buggy: leicht zusammenzuklappen, der Sitz in Fahrtrichtung und entgegengesetzt montierbar und wendig ist er auch. Die Nachteile sind: Die Bremse klemmt nach kurzer Verwendungszeit, die aufrechteste Sitzposition ist nicht wirklich aufrecht. Für einen stolzen Preis von 260 Euro im Fachmarkt, weiß ich nicht, ob ich ihn mir wieder kaufen würde. Wer eine Maxi Cosi Babyschale hat: die Adapter für die Schale werden mitgeliefert. Dadurch, dass das Gestell sehr leicht  und sehr kompakt verstaubar ist, wäre der Buggy bei kleinen Autos zu empfehlen.

 

Mein Favorit ist ganz klar der Bugaboo Bee: Er erfüllt einfach alle Ansprüche, die ich an einen Buggy habe: Suuuuuuuperwendig, leicht, schnell zusammenzuklappen, modern, individualisierbares Design und absolut qualitativ verarbeitet. Der Bugaboo Bee wird als City-Buggy bzw. mit Wannenaufsatz als City-Kinderwagen beworben, da er nur mit Hartgummireifen ausgestattet ist. Natürlich ist er nicht so gefedert, wie ein Buggy mit Luftreifen – wer jedoch 90 % auf geteerten (Feld-)Wegen unterwegs ist, dem kann ich den Bee nur ans Herz legen. Er hat bei uns bestimmt schon 1000 km auf dem Tacho und fährt wie neu – egal, ob mit beiden Händen oder mit einer. Gestockt hat er nur ein einziges Mal: als mir Google Maps einen Feldweg angezeigt hat, wo keiner war: verloren in der Pampa und durch den eigenen Trotz „Ich-kämpfe-mich-jetzt-da-trotzdem-druch!“ hatte ich ordentlich zu ruckeln, damit es auf der Wiese vorangeht. Nach 20 Minuten hatte ich die 100 Meter weg bewältigt. 😉

Tragetuch bzw. Trage

Unsere Auswahl zu Hause ist: Manduca Sling Tragetuch, Marsupi Tragen in der Größe S für mich und L für meinen Mann sowie die Ergobaby Babytrage für Kinder ab sechs Monaten.

Bei Tragetüchern ist es so eine Sache: wenn die Muße da ist, das Tuch zu binden, dann ist das eine prima Sache. Wenn nicht – dann kann das Rumbinden ganz schön nerven. Das Manduca Sling Tuch ist ganz angenehm beim Tragen, sieht in der Farbe Schwarz ganz neutral aus, ist von meinem Mann und mir tragbar. Wir haben es jedoch nur zwei Mal benutzt, seit dem liegt es im Schrank und wird nur wieder verwendet werden, wenn das nächste Kind in der Anfangszeit weniger als 3,5 kg wiegen wird. So ist das Mindestgewicht für die Marsupi Trage angegeben – womit die direkte Überleitung geschaffen ist, für etwas, was bei mir wie ein Kleidungsstück die ersten sechs Lebensmonate unserer Tochter täglich getragen wurde: die Marsupi-Trage. Wir finden sie für die ersten Lebensmonate einfach perfekt: Anhock-Spreiz-Haltung, liegt eng am Körper an, Klettverschlüsse sind sehr praktisch (jedoch auch laut (!) – was aber in den ersten Monaten meist kein Problem darstellt, da ein Baby sich selten von Geräuschen wecken lässt.) und aus tollem atmungsaktiven Stoff. Wir haben keine Wippe oder keinen Stubenwagen gebraucht, da unsere Tochter die ersten Monate, bei fast allem, was wir gemacht haben in der Trage dabei war: Kochen, Putzen, Bahn fahren oder Spazieren – alles kein Problem. Selbst Stillen ist in der Trage ist ganz leicht. Von uns gibt es eine klare Empfehlung! Spart euch die Babywanne, die Wippe und den Stubenwagen: rein in die Marsupi und los geht’s.

Ab einem gewissen Gewicht kommt die Marsupi bzw. die Bandscheibe der Eltern an eine gewisse Grenze, weshalb wir unsere Tochter, wenn wir sie nicht im Buggy mitnehmen, nur noch auf dem Rücken tragen. Aus diesem Grund haben wir uns die Ergobaby Trage gekauft. Beim Anziehen alleine ist die Trage etwas umständlich. Wenn sie aber einmal auf dem Rücken ist, ist sie sehr bequem und sowohl Mann als auch Frau kann mit ihr auch längere Touren überstehen.

Fahrradanhänger

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Es gibt geschätzt 20 verschiedene Fahrradanhängermarken mit mindestens dreimal mehr Modellen. Die Auswahl ist riesig, die Ratlosigkeit von uns war das auch. Wir haben nach mehreren Monaten Recherche und mehreren Besuchen beim Fahrradhändler uns dann für das aktuellste gefederte Modell von Croozer für zwei Kinder entschieden.

Die Vorteile des Croozers: Alles schon dabei, wertig verarbeitet und es macht wirklich Spaß, den Anhänger sowohl als Jogger als auch als Fahrradanhänger auszuführen.

Die Nachteile: Der Anhänger ist wirklich wuchtig. Wir müssen ihn, bevor wir ihn im Keller verstauen können, immer auseinanderbauen, da er nicht durch die Keller(eingangs)tür passt. Der Preis von 800 Euro hat es natürlich auch in sich – da muss natürlich abgewogen werden, wie oft er in Verwendung sein wird. Wir haben uns auch bewusst gegen einen gebrauchten Fahrradanhänger entschieden, da veraltete Modelle von so manchen Scherzkeksen zu den teilweise damaligen Kaufpreisen angeboten werden – und das natürlich mit abgelaufener Garantie.

Wer wie wir sehr gerne in der Natur unterwegs ist und gutes Wetter zu Wandertouren und Fahrradausflügen ausnutzt, für den kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Lange Touren machen mit dem Croozer sehr viel Spaß. Auch für Familien mit zwei Kindern ist der Croozer prima als Buggy- bzw. Kinderwagenersatz geeignet.

Rutscher, Laufrad, Dreirad, Bobbycar

Hier haben wir einen riesigen Fuhrpark:  einen Puky Wutsch, ein 25 Jahre altes Puky Dreirad mit Schiebestange,  ein Puky Laufrad (10 Zoll) und ein Bobbycar mit Schiebestange. Der Puky Wutsch und das Bobbycar haben sich bei uns beide als ein Fehlkauf erwiesen: Beide haben unserer Tochter (eher) keinen Spaß gemacht und sie führten eher zu Zorn als zum Lernerfolg.

Zwei Nachteile des Puky Wutsch: Fehlende Lehne und keine Schiebestange. Das hieß für uns: Tragen und Tochter beim Daraufsitzen anschauen. Das Bobbycar (das klassische Modell mit Flüsterreifen) haben wir zwar mit Schiebestange gekauft, aber unsere Tochter damit zu schieben ist -so lange sie nicht selbst lenken möchte- nervenaufreibend und trotz der Reifen alles andere als leise.

Das uralte Puky Dreirad ist dagegen eine echte Freude für Eltern und Kind: robust, sicher und unsere Tochter fühlt sich so, als ob sie auf einer Harley sitzt: wie eine große Rockerin 😉 .

Auch das Laufrad macht Spaß und hier ist die Lernkurve im Vergleich zum Rutscher (Puky Wutsch) viel steiler und sorgt deshalb für weniger Wutausbrüche.

Das war ein „kleiner großer Erfahrungsbericht“ zu den (vermeintlichen) Musthaves in den ersten 1,5 Jahren unserer Tochter. Ich hoffe, ich konnte durch meine Erfahrungen (werdenden) Eltern so manch einen Fehlkauf ersparen und/oder eine gewünschte Info geben.

Alles Liebe & bis bald mal wieder!

 

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